Nachrichten

13.12.2015

Barockgitarre gestohlen

Von: amandine.affagard@orange.fr

Gestern Abend wurde mir meine Barockgitarre an einer Straßenbahnhaltestelle in Berlin Prenzlauer Berg geklaut. Das ist eine Barockgitarre nach Stradivari, gebaut von Julian Behr, Campobonomo 2012. Falls jemand die auf der DLG Webseite verkaufen wollte, könnten Sie mir Bescheid geben? Ich würde sehr dankbar sein auch, wenn Sie die Information weiterleiten könnten.
Hier 2 Bilder von der Gitarre: Bild 1, Bild 2.

Vielen lieben Dank im Voraus,
Amandine

12.10.2016

Symposium „Wege zu Silvius Leopold Weiss“

11.-13. November 2016 in Den Haag

Spricht man über die Geschichte der Laute im 18. Jahrhundert kommt sofort der Komponist Silvius Leopold Weiss als prominentester Vertreter der deutschen Komponisten in den Fokus. In vielfältigen CD – Aufnahmen und Aufsätzen wird seine Musik immer wieder beleuchtet und sogar mit der Musik von Johann Sebastian Bach verglichen.

Das internationale Symposium „Wege zu Silvius Leopold Weiss“ verfolgt aber nicht – wie der Titel eventuell vermuten lässt – den Komponisten selbst, sondern die Jahrzehnte vor ihm, die zu seinen Kompositionen führen. Wer waren die Komponisten im schlesisch – böhmischen Bereich im 17. Jahrhundert und wie lernten sie die Laute spielen? Welche stilistischen Einflüsse waren besonders wichtig? Neben diesen Themen geben wir mit einem Vortrag und einem Gesprächskonzert Einblick in die Handschriften und die erhaltenen Lauten aus Kremsmünster. Ausserdem werden die neuesten Forschungsergebnisse der Grüssauer Lautenmanuskripte vorgestellt. Abgerundet werden die Vorträge durch drei Konzerte.

Weitere Informationen findet man im Flyer und in der Broschüre.



13.12.2015

Symposium ‚Mandora & Calichon‘

am Donnerstag, 5. Mai 2016

In Kooperation mit der Deutschen Lautengesellschaft und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt findet im Rahmen des Musikfestes Eichstätt (4. – 8. Mai 2016) ein Symposium rund um die Mandora und den Calichon (Colascione) statt. Diese Veranstaltung ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Instrumente kennenzulernen und sei daher allen Lautenfreunden wärmstens empfohlen. Natürlich geben die Vorträge den jeweils neuesten Stand der Forschung wieder und erfüllen damit auch den Zweck eines jeden Symposiums, nämlich den Gedankenaustausch zwischen denjenigen zu fördern, die sich mit dem Thema des Symposiums vertieft beschäftigen. Die Vorträge umfassen Themen wie die Ein- und Zuordnung der verschiedenen Instrumentennamen, die mit ihnen verbundenen Klangideale, die Vorstellung von Komponisten und Manuskripten, bauliche Aspekte, und schließlich gehört auch ein Besuch der Hofgartenbibliothek mit einem Vortrag über die dort befindlichen Mandora-Manuskripte zum Symposium. Das genaue Programm folgt in Form eines Flyers als Beilage zum nächsten Lauten-Info sowie hier an dieser Stelle.



29.5.2014

Historische Instrumente für Kinder

Einladung zur Pressekonferenz zum Projekt:

Early Music Birds

Historische Instrumente für Kinder

Mittwoch, den 21.5.2014, 16.00 Uhr
Heinrich-Mann-Schule in Moisling
Brüder-Grimm-Ring 6-8
23560 Lübeck

Teilnehmer:
Herrn Prof. Joachim Held, renommierter Lautenist und Dekan der Hochschule der Künste Bremen
Frau Prof. Dr. Barbara Stiller, Institut für musikalische Bildung in der Kindheit, Hochschule der Künste Bremen
Herrn Dieter Butzin, Leiter der Heinrich-Mann-Schule
Frau Doerte Friedrichsen, Fachleitung Musik, Heinrich-Mann-Schule
Frau Anika Harksen, Lehrerin Musik, Heinrich-Mann-Schule
Herrn Prof. Dr. Hans Arnold, Förderverein für Lübecker Kinder
Ralph Lange, Leiter der Lübecker Musikschule
(Sowie Kinder der dritten und vierten Klasse und zahlreiche historische Instrumente ;-)

Early Music Birds

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Wettbewerbs „Bündnisse für Bildung / Kultur macht Stark“ konnte die Lübecker Musikschule über 10.000 € an Bundesmitteln für das Projekt „Early Music Birds“ nach Lübeck-Moisling holen. Die Instrumente für das Projekt wurden mit Unterstützung der Kroeger von Ludewiger Stiftung und Ingeborg Sommer Stiftung in Höhe von über 7.000 € angeschafft. Diese werden zum Teil extra für das Projekt gebaut. Über ein Jahr werden die Kinder Musik der Renaissance, des Frühbarock aber auch aktuelle Musik auf diesen Instrumenten spielen. Sie werden dabei von Profimusikern und Musikpädagogen unterstützt.

Projektbeginn – vorläufiges Projektende
August 2014 – Juli 2015
Wöchentliche Proben und zusätzliche Aufführungen

Projektort
Heinrich-Mann-Schule Moisling

Ausführliche Beschreibung

Die musikalische Lebenswelt vieler Kinder in den sozialen Brennpunkten wird in der Regel durch einen passiven Musikkonsum bestimmt. Durch ihre Hörgewohnheiten sind sie vielfach geprägt in Richtung computergenerierter synthetischer und angloamerikanisch angehauchter Pop- und Hip-Hop-Musik.

Das Projekt „Early Music Birds“ ermöglicht Kindern der Heinrich-Mann-Schule das aktive Musizieren auf historischen Instrumenten. Unter Anleitung erfahrener Dozenten musizieren sie auf Renaissancelauten und historischen Percussionsinstrumenten Lieder der Renaissance, aber auch aktuelle Musik ihrer Lebenswelt.

Sie erfahren dabei den Zauber einer Klangkultur, die auf ein eher zartes und liebliches, gleichwohl natürliches Klangbild ausgerichtet ist. Sie werden damit auch für leise Töne sensibilisiert. Darüber hinaus markiert die Musik der Renaissance einen interessanten Ausgangspunkt musikalischer Aktivität, da ihre musikalische Struktur als Basis sowohl für „Klassische“ wie auch für „Populäre“ Musik angesehen werden kann.

Bei diesem Projekt kooperiert die Lübecker Musikschule mit Heinrich-Mann-Schule, der Hochschule der Künste Bremen sowie dem Förderverein für Lübecker Kinder. Das Projekt enthält eine starke musikpädagogische Unterstützung durch eine intensive Auseinandersetzung mit elementarmusikpädagogischen Methoden.

Dozenten:
Hugo de Rodas, Renaissancelauten
Roman Schlonski, historische Percussionsinstrumente
Prof. Marno Schulze, Gesang und Bewegung
Prof. Barbara Dr. Stiller, Elementare Musikpädagogik
Simona Umarov, Renaissancelauten

Projektleitung und Kontakt:
Ralph Lange
Tel. 0451-71332 oder lange@luebecker-musikschule.de

Kooperationspartner:
Hochschule der Künste Bremen
Förderverein für Lübecker Kinder e.V.
Heinrich-Mann-Schule Lübeck

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bündnisse für Bildung
Kroeger von Ludewiger Stiftung
Ingeborg Sommer Stiftung

Hier der Link zur Projektseite.



21.5.2014

ALBUS - eine Oper über S. L. Weiss

Komponist: Stefan Olof Lundgren
Libretto: Frank Legl

Der Konzertmitschnitt und Bilddokumentationen der Proben und Aufführungen in Dresden und Füssen (2005) sind jetzt online zu hören und zu sehen!
Dazu hier klicken.



18.3.2014

Neue Lautenklasse an der Musikhochschule München

An der Musikhochschule München gibt es eine neue Lautenklasse. Sie wird ab Oktober 2014 unterrichtet von Evangelina Mascardi. Anmeldungen für Aufnahmeprüfung bis am 31 März.
www.musikhochschule-muenchen.de



CD-Besprechung

Wolfgang Adam Anton Hoffer: „ La belle Indifferente“
(vor 1707-1757)
Michael Dücker-Barocklaute
NCA New Classical Adventure (Order No. 60256)
Deutschlandfunk LC 12281

Repertoire:
Echte Neuentdeckung. Soweit bekannt, stellt diese CD die erste Aufnahme mit Lautenmusik Hoffers dar. Es handelt sich um vier Suiten berückender Schönheit und enormer Virtuosität.

Klang:
Technisch ausgezeichnet. Der bisweilen wahrzunehmende Hall ist wohl gewollt, stört also nicht, wenn man die Absicht ahnt. Der Künstler kommt auf seiner 13-chörigen Barocklaute von Hendrik Hasenfuss und ihren lang klingenden Bässen gut zurecht, indem er sich an die Regel hält, so lange liegen lassen, wie es gut klingt. Das Ergebnis ist der bisweilen anzutreffenden Methode vorzuziehen, bei der der Bass sofort nach dem Anschlag abgedämpft wird.

Interpretatorische Umsetzung:
Die vier Suiten stellen hohe Anforderungen an den Künstler, die in außerordentlich beeindruckender Weise erfüllt werden. Booklet:
Deutsch und englisch
Sowohl der Komponist wie auch der Künstler werden in der gebotenen Kürze aber in ausreichender Länge in Leben und Wirken beschrieben. Der Komponist wird in drei Quellen nachgewiesen. MGG kennt ihn nicht, obwohl schon Pohlmann den Artikel von Hans Radke zitiert… Ein Szenario „Der Überfall“ von Horst-Dieter Radke beschreibt kurz in kleiner erfundener aber entzückender Räuberpistole den Wechsel Hoffers von Wien nach Mainz. Es ist zu vermuten, dass wir mehr über ihn wüssten, wäre er in Wien geblieben; seine Musik gehört zu den wertvollen Lautenkompositionen des 18. Jahrhunderts (H. Radke).

Persönliches Urteil
Sehr empfehlenswert. Die Musik kann sich neben der Kellners, Conradis, ja sogar Weiß durchaus hören lassen. Man wünscht sich mehr Soloaufnahmen von Michael Dücker! Die CD gehört in die Sammlung eines jeden Musikliebhabers, nicht nur eines Lautenisten!

Werner Faust



Rochus Berhandtzky (c. 1660 - ?) - A lutenist at the Bavarian court

Dear Lute Friends,


Over the last few days I have released six 'dilettante' recordings with pieces originally composed for baroque lute by Rochus C. Berhandtzky.

According to my knowledge, this lutenist and composer Rochus Behandtky (c. 1660 - ?) is widely unknown and has not been realised as major lutenist figure of the 2nd half of 17th century in southern Germany (Bavaria). His lute pieces survived in manuscripts in Kremsmünster (MS L83a) and Vienna (MS 7763/92) (both Austria).

I have prepared a short VC of Mr. Berhandtzky for you orientation:

Introducing: Rochus Berhandtzky (c. 1660 - ?) - A lutenist at the Bavarian court: Rochus Berhandtzky was born around 1660 in "Schwalbach", however the exact location of this village somewhere in Germany has not been confirmed so far. On 1 September 1682 he became lutenist at the Bavarian Court in Munich. At this time he was already married and father of children. His announcement as "Court Lutenist" followed shortly after he played in front of Maximilian II Emanuel, Elector of Bavaria (1662 - 1726). He started his carrier with an annual salary of 100 fl (Gulden); by 1686 his salary increased to 400 fl p.a. From 1686 onwards Berhandtzky names himself as "Camer Lauttenist" (Chamber lutenist).
In 1686 Rochus Berhantzky followed Maximilian II Emanuel to Austria and Hungary. The royal entourage of the Elector of Bavaria from Munich to Austria and Hungary included 797 persons and 1044 horses and nearly 100 carriages. Prominent members of this voyage were the military commander General Johann Karl Count of Sereni and Marquis de St. Maurisse, both later honoured by Berhandtzky with a Tombeau. The military commander General Johann Karl Count of Sereni was born in 1640 and entered into the Bavarian army in 1664. He managed a significant carrier and became one of the most senior Bavarian military commanders by 1683. He died in 1691 in Munich after serving his country and the Holy Roman Empire in numerous fights in Europe. Due to financial shortage of Bavaria, Ruchus Berhandtzky was released from the Bavarian Court in 1689 but shortly after reintroduced to the Bavarian Court in 1690. In 1692 he amounted significant private debt and was again released from the Court.
From 1692, traces of Rochus Berhantzky became lost. One of his daughters became a servant of Eleanore Maria of Austria (1653 - 1697) at the Royal Court in Innsbruck (Tirol). Eventually, Berhandtzky followed his daughter - but we do not know for sure. At the zenith of his carrier as lutenist at the Bavarian Court, Rochus Berhantzky cared for a household of nine persons including his wife, children, parents and servants. Part of his lute compositions survived in hand-written manuscripts in Vienna and Kremsmünster (Austria).

According to my information / recherché following pieces survived in Austrian manuscripts:

1. Prelude de R. Berhandtzky / d-moll / A-Wgm7763-92 / 2v
2. Allemande de R. Berhandtzky / d-moll / A-Wgm7763-92 / 6v
3. Courante de R. Berhandtzky / d-moll / A-Wgm7763-92 / 7v
4. Sarabande de R. Berhandtzky / d-moll / A-Wgm7763-92 / 8v
5. Sarabande de R. Berhandtzky / d-moll / A-Wgm7763-92 / 9v
6. Gavotte de R. Berhandtzky / d-moll / A-Wgm7763-92 / 10v
7. La funeste et Glorieux Tombeau de Mon(sei)g(neu)r le Marquis de St. Maurisse. Gigue de R. Berhandzky / a-moll / A-KR83a / 42v
8. Tombeau du feu son E. Monsgr le General Sereni Allemande de R. Berhandski / f-moll / A-KR83a / 47v
9. Courente de R. Berhandski nomée la noble pensée / f-moll / A-KR83a / 48v
10. Sarab(ande) / f-moll / A-KR83a / 49v
11. Gavotte / f-moll / A-KR83a / 50r
12. Gigue / f-moll / A-KR83a / 50v
13. Rondeau / f-moll / A-KR83a / 51r
14. Le Tombeau de feu Madame la Daufine Allemande de R. Berhandzki / c-moll / A-KR83a / 51v
15. Cour(ante) / F-Dur /A-KR83a / 53v
16. Men(uet) / F-Dur / A-KR83a / 54r
17. Sarab(ande) / F-Dur / A-KR83a / 54v
18. Menue(t) / F-Dur / A-KR83a / 54v
19. Men(uet) / F-Dur / A-KR83a / 55r

I have recorded following pieces from the Vienna manuscript MS 7763/92:
Prelude de Rochus Berhandtzky: http://youtu.be/EpoLLiq_Ic4
Sarabande in d minor de Rochus Berhandtzky: http://youtu.be/aZ2XqGwDXqQ
Sarabande in d minor de Rochus Berhandtzky: http://youtu.be/6jcQJ58es30

I have recorded following pieces from the Kremsmünster manuscript MS 83a:
Tombeau du feu son E. Monsgr le General Sereni Allemande de R. Berhandski in f minor: http://youtu.be/U5kGKWSKT_M
Sarabande in f minor de Rochus Berhandtzky for Baroque Lute: http://youtu.be/FhyAQCUOqQ0
Rondeau in f minor de Rochus Berhandtzky for Baroque Lute: http://youtu.be/OzgKBrAV6yg

I am very confident that more pieces can be found in sources from Munich (Bavaria, Germany) and Innsbruck (Tirol, Austria).

I have re-written / collected all so far known 19 pieces of Rochus Berhandtzky into an "Oeuvre de Berhandtzky" lute book which is now available for everyone from my baroque lute manuscript collection for free at:

http://www.scribd.com/doc/125748574/%C5%92uvre-de-Rochus-Berhandtzky

If you discover pieces from Rochus Berhandtzky, please let me know.

Kind regards, Bernhard (Vienna, Austria)